Staubsaugen sorgt für ein gesundes Raumklima, der Vorgang selbst kann aber bedenklich sein, da Staubpartikel in die Atemluft gelangen. Was kann man tun?

Ganz ohne Staubsaugen geht es mittlerweile wohl in kaum einen Haushalt noch. Zu komfortabel ist der Hausputz mit so einem Helfer und gerade fest verlegte Teppiche können ohne eigentlich nicht richtig gereinigt werden. Trotzdem können auch Staubsauger Allergien verstärken oder auslösen. Das liegt daran, dass beim Saugen zwar der Großteil des Staubs im Beutel bzw. Staubbehälter landet, ein beachtlicher Teil aber eben auch immer aufgewirbelt wird und in der Raumluft endet. Die wird dann eingeatmet und die Partikel, die man eigentlich loswerden wollte, landen direkt in der Lunge. Nun ist einfach gar nicht mehr zu saugen natürlich auch keine Lösung, aber was kann man tun, um den Putzvorgang möglichst gesund zu gestalten? Gerade als Allergiker stellt sich die Frage. Wir haben die folgenden Punkte gesammelt, die zeigen, wie der Hausputz gründlich und doch ohne Folgen für die Gesundheit gestaltet werden kann.

  • Die Fenster öffnen
    Beim Staubsaugen aber auch beim Wischen, sollten immer Fenster und Türen geöffnet sein. Gerade beim Großputz wird viel Staub aufgewirbelt, den man möglichst schnell wieder loswerden sollte. Bei ausreichender Frischluftversorgung bleibt die Atemluft frisch und damit auch gesund. Kommen chemische Reinigungsmittel zum Einsatz, verflüchtigen sich eventuell beißende Gerüche so ebenfalls schnell.
  • Von oben nach unten putzen
    Da der Staub, wie so vieles, aufgrund der Gravitation nun einmal immer von oben nach unten fällt, sollte man auch immer ganz oben mit dem Entstauben beginnen. Wenn man etwa Lampen, Lüftungsschlitze und die Zimmerdecke selbst erst einmal vom Staub befreit hat, landet ein beachtlicher Teil immer eine Stufe tiefer oder gleich auf dem Boden. Über Regale, Tische, Stühle und andere Einrichtungsgegenstände arbeitet man sich dann nach unten vor, bis man schließlich zuletzt den Boden saugt. Nur so stellt man sicher, dann auch wirklich möglichst viel Staub aus den Wohnräumen entfernt werden.
  • Schutzmaske tragen
    Während im asiatischen Raum Atemschutzmasken auch im Alltag auf der Straße ein ganz normaler Anblick sind, ist das bei uns in Europa noch immer eine Besonderheit. Dabei sind die kleinen und vor allem auch billigen Masken durchweg sinnvoll. Im öffentlichen Raum schützen sie vor den Abgasen der Autos und den Krankheitserregern der Mitmenschen gleichermaßen. Und auch im eigenen Wohnraum können sie helfen. So stellt man damit etwa beim Putzen und Staubsaugen sicher, dass deutlich weniger Staubpartikel eingeatmet werden. Vor allem beim Entleeren des Staubbehälters bzw. beim Wechsel des Staubbeutels, sollte man nie darauf verzichten. Als Allergiker sind solche Masken sowieso eine Pflichtanschaffung.
  • Guten Staubsauger mit gutem HEPA Filter anschaffen
    Mit der Werbung ist es bekanntlich so eine Sache. Oft werden hier Dinge versprochen, die das beworbene Produkt später in der Praxis nicht ganz einhalten kann. Das ist zum Teil sicher auch bei Staubsaugern und den integrierten Filtern der Fall, trotzdem arbeiten hochwertige Geräte mit echten HEPA Filtern auch in der Praxis wesentlich sauberer. Sie entfernen nicht nur mehr Staub von den Oberflächen, sie behalten auch mehr davon im Geräteinneren, statt ihn mit der Abluft wieder in den Raum zu pusten. Schon aus gesundheitlichen Gründen empfiehlt es sich also, nicht den billigsten und auch nicht einen extrem alten Staubsauger zu verwenden.
  • Staubsauger regelmäßig entleeren und warten
    Fast noch wichtiger als die Anschaffung eines guten Staubsaugers ist allerdings die regelmäßige Reinigung und Wartung. Auch der beste und teuerste Staubsauger wird nach einer Weile zwangsläufig selbst zur Dreckschleuder, wenn er nicht irgendwann geleert und das Innenleben gereinigt wird. Dabei sollte nicht nur der eingesaugte Staub entsorgt werden, auch die integrierten Filter müssen vom Schmutz befreit werden. Nur so kann das Gerät die optimale Leistung liefern und auch die Raumluft beim Saugen frei von Staub belassen. Je nach Modell müssen die Filter übrigens auch irgendwann durch neue ersetzt werden.
  • Besser regelmäßig saugen als einmal so richtig
    In jedem Haushalt gibt es IMMER Staub und wo Staub liegt, da gibt es auch immer Hausstaubmilben. Die bzw. deren Ausscheidungen sind entscheidend für allergische Reaktionen und auch die Entstehung von Allergien verantwortlich. Je weniger Staub man im Raum hat, desto weniger der mikroskopisch kleinen Plagegeister wird man also auch sein beherbergen dürfen. Deswegen sollte am besten zweimal pro Woche, mindestens aber einmal pro Woche gesaugt werden. Wird das erst einmal zur Routine, geht es flott von der Hand und auch mögliche gesundheitliche Probleme beim Saugen werden minimiert.
  • Teppiche loswerden
    Der letzte Punkt wird oft kontrovers diskutiert, da für viele Menschen Teppichboden noch immer zu gemütlichem Wohnen dazu gehört. Aus hygienischer und auch praktischer Sicht sind Wohnräume mit ausschließlich Hartböden allerdings klar im Vorteil. Hier sammelt sich weniger Staub an und vor allem lässt der sich dann auch deutlich einfacher entfernen. Wie immer gilt auch hier, dass gerade Allergiker von einer solchen Maßnahme am stärksten profitieren werden.

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